Maske auf !

Schwebende Masken im März 2020, Mobilé aus Hanfkordeln, Bambusspießen, Unterstützungs-Masken. Foto: Maja Peltzer

Sich und Andere schützen


Ein einfacher selbstgemachter Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) kann nicht komplett verhindern, dass die sehr kleinen Corona-Viren von außen durch das Textil dringen. Warum also sollte man eine Maske als Schutz tragen? Für mich gibt es dafür drei triftige Gründe:

  1. Tröpfchen aus dem Mund eines an einer Atemwegsinfektion Erkrankten verfangen sich in der Textur der Maske und gelangen nicht mehr direkt in unser aller Atemluft. Mit einem Schutz im Gesicht verringern wir die Gefahr der direkten Tröpfcheninfektion und damit das Risiko, unsere Infektionen weiterzugeben. Und seien wir mal ehrlich: bei vielen von uns kann SARS-CoV-2 auch harmlos verlaufen und wir wissen schlicht nicht, wer von uns die Krankheit als stiller Überträger weiter gibt. Es geht also um den Schutz der Anderen: überwinden wir die Scheu, unser Gesicht zu verdecken und tragen endlich alle in der Öffentlichkeit eine Maske?
  2. Beim Einkaufen beobachte ich häufiger, dass ich und andere es nicht verhindern können, sich ins Gesicht zu fassen. Seitdem ich die Maske trage, verringere ich das Risiko auch von Schmierinfektionen, weil da einfach eine Barriere ist, die verhindert, dass ich diesem Bedürfnis nachgebe. Wenn ich dann nach Hause komme, wasche ich mir erst die Hände gründlich, nehme dann vorsichtig meine Maske ab, lege sie 5 Minuten in kochendes Wasser und wasche mir nochmal die Hände.
  3. FFP 2- und FFP 3-Masken sowie einfache industriell hergestellte Masken werden dringend im Gesundheitswesen benötigt. Im öffentlichen Raum können wir gemeinsam einen großen Beitrag für den eigenen Schutz und den Schutz der Anderen leisten, wenn wir unsere selbst gemachten Masken tragen.

Appell

Mein Appell geht hiermit an alle: gebt SARS-CoV-2 keine Chance und tragt dort wo Menschen auf Menschen treffen immer eine Maske. Gute Handhygiene, Husten- und Nies-Etikette, Abstand halten und so viel wie möglich zu Hause bleiben sind natürlich nach wie vor unerlässlich. Aber wer einkaufen geht, in den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt oder sich an viel besuchten Orten aufhält, sollte sich und andere zusätzlich zum Abstand halten mit einer Maske schützen.

Müsst Ihr einmal so richtig tief durchatmen, dann lüftet Eure Wohnung gut, macht Yoga, geht alleine oder zu zweit in die Einsamkeit, den Wald und über Wiesen! Aber gefärdet Eure Mitmenschen nicht!

Am Nord-Süd Grünzug Höhe Torgauer Straße in Berlin Tempelhof-Schöneberg, 2020. Foto: Maja Peltzer


Mit dieser Meinung bin ich natürlich nicht alleine und spätestens seit die Stadt Essen am 24.3.2020 eine Nähanleitung für all jene veröffentlichte, die sich selber einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz machen wollen, findet das Maske-Herstellen und -Tragen großen Zuspruch.

Schwebende Masken der Familie W., April 2020, Mobilé aus Hanfkordeln, Bambusspießen, Unterstützungs-Masken,
aus der 2. Kollektion. Foto: Maja Peltzer

Auf Instagram findet Ihr die Initiative #maskeauf mit tollen Ideen, das ZDF bespricht im Panorama, wie sinnvoll das Tragen von Masken ist, die Süddeutsche Zeitung stellt in einer sehr schön gemachten Animation die Frage: Maske auf? und die New York Times titelt It’s Time to Make Your Own Face Mask. Maskeninitiativen sprießen überall!

Unterstützungsmaske 2020 Lindgrün von Der fremde Faden. Farbiger Oberstoff, Futter aus Lakenstoff, Ohrbänder, Etikett. Foto: Marc Peltzer

Die Unterstützungsmaske 2020 von Der fremde Faden

Als Kulturschaffende und freie Kreative muss ich überlegen, wie ich die Corona-Krise überstehen kann, da auch mir Aufträge und Brotjob wegbrechen. Inspiriert von meinen Kolleginnen, die sich vor Masken-Aufträgen nicht retten können, bin ich kurzerhand in die Produktion hineingesprungen und plane zudem eine Masken- Kunstaktion in Kooperation mit meinen Unterstützern.

Pailsey-Stoff für Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden, 2020. Foto: Maja Peltzer


Wie Ihr wißt, bin ich nicht nur Schriftstellerin und Bloggerin, sondern auch Kostümbildnerin und Schnitttechnikerin. Ich habe Masken aus zwei Lagen Baumwollstoff konstruiert, die oben mit einem Nasenblech und unterm Kinn durch den Schnitt gut abschließen. Die Masken werden mit Bändern um die Ohren gehalten und sind bei 95° C waschbar. Im Fachjargon nennt man sie einen Behelf-Mund-Nase-Schutz (BMNS!), da sie nicht zertifiziert sind. Allerdings empfehlen Virologen als Behelf ein bei mindestens 60°C waschbares, dichtes mehrlagiges Stück Stoff vor Mund und Nase, um Tröpfchen- und Schmierinfektionen einzudämmen. Deswegen kombiniere ich die Stoffe so, dass sie das Atmen noch ermöglichen und trotzdem möglichst dicht sind.

Mandeville-Stoff für Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden. Foto: Maja Peltzer

Berliner Schnauze und Das kleine Schwarze

Es gibt zwei verschiedene Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden:

Die Berliner Schnauze ist an der Seite durch Abnäher verstärkt und hat eine Schnauzen-Form, die kaum Kontakt zwischen Mund und Stoff zulässt.

Links: Berliner Schnauze, Stoff Leopard. Rechts: Das kleine Schwarze, Stoff Blue Night. Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden. Fotos: Marc Peltzer.

Das kleine Schwarze kommt ohne Schnauze aus, ist ganz leicht nach vorne gewölbt und liegt entsprechend näher am Gesicht.

Die Masken gibt es in den Größen S für Teens, M für junge Erwachsene und Frauen, L für Frauen und Männer, XL für Menschen mit einem großen Kopfumfang. Kindermasken mache ich Euch auf Anfrage.

Berliner Schnauze, die Stoffe von links nach rechts: Mélange, Dots, Leopard, Paisley und Hellblau. Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden. Fotos: Maja und Marc Peltzer

Zur Zeit gibt es die Berliner Schnauze in Mélange, Dots, Leopard, Paisley, Hellblau, Lindgrün und Mandeville. Die Stoffe werden in den kommenden Wochen wechseln, die Bilder tausche ich entsprechend aus.

Das kleine Schwarze gibt es in Black Night und Blue Night.

Das kleine Schwarze. Links Black Night, rechts Blue Night. Unterstützungsmasken 2020 von Der fremde Faden. Fotos: Marc Peltzer.

Unterstützungsmasken 2020

Als Danke-Schön für Eure Unterstützung meiner Arbeit an Der fremde Faden lasse ich Euch die Masken per Post zukommen. Wenn Ihr mich mit mindestens 15,00 € unterstützt, schicke ich Euch Das kleine Schwarze oder eine Berliner Schnauze. Alle Masken sind mit ähnlichen Farben bis zu 95°C in der Maschine oder 5 Minuten in kochendem Wasser zu desinfizieren.

Die Masken-Kunstaktion

Was empfindet Ihr, wenn Ihr mit einer Maske in der Öffentlichkeit unterwegs seid und Andere mit ihren Masken seht? Für was habt Ihr durch die Ausgangsbeschränkungen mehr oder weniger Zeit? Was plant Ihr für den Sommer? Was verbindet Ihr mit dem Begriff der Entschleunigung?

Zusammen mit einem Foto (Portrait oder Stillleben) von Euren Masken, gerne auch von solchen, die nicht von mir sind, könnt Ihr mir die Antwort auf eine oder mehrere von diesen Fragen schicken. Ohne, dass Ihr zu identifizieren seid, arbeite ich mit Euren Bildern und Antworten und veröffentliche den Artikel Maskenaktion fortlaufend. Oder aber ich rufe Euch an und mache ein kleines Interview mit Euch. Schreibt mir, wenn ich Euch anrufen soll, schickt mir Eure Fotos und Texte!

Lasst uns diese Krise gemeinsam durchstehen und setzt die Maske auf!

Vielen Dank!
Eure Maja Peltzer

Und so könnt Ihr mich unterstützen:

Schreibt mir eine E-Mail, wenn Ihr die Arbeit von Der fremde Faden unterstützen und als Danke-Schön eine Maske erhalten oder an der Masken-Kunstaktion teilnehmen wollt.

Bitte gebt in der Masken-E-Mail Eure Adresse an, mit wieviel Ihr mich unterstützen und welche(s) Modell(e) Ihr haben wollt. Pro Unterstützung bekommt Ihr maximal 6 Masken. Eure Unterstützung könnt Ihr über den Freunde-Button bei PayPal an Maja Peltzer oder per Überweisung an: Kontoinhaberin Maja Peltzer, IBAN DE57 5108 0060 0035 3073 04, BIC DRESDEFF510 (Dresdner Bank Wiesbaden) an mich schicken. Ich fertige und verschicke Eure Masken, wenn Eure Unterstützung bei mir eingetroffen ist. Ein Informationsblatt zur Maske, mit den Nutzungsanleitungen könnt Ihr hier als PDF herunterladen. Bitte unbedingt lesen.

Hier klicken und eine E-Mail an Maja Peltzer schreiben!

Vielen Dank und bleibt gesund!

Schwebende Masken der Familie E., April 2020, Mobilé aus Hanfkordeln, Bambusspießen, Unterstützungs-Masken aus der 3. Kollektion. Foto: Maja Peltzer